Mein erster Kurs Eltern.Liebe

Eltern.Liebe

Mein erster Kurs Eltern.Liebe ist leider schon vorbei. Wo sind diese sechs Termine hin? Es ging einfach viel zu schnell. Umso mehr freue ich mich auf meinen nächsten Kurs.

Es war so wundervoll, genauso, wie ich es mir vorgestellt hab. Vor dem ersten Termin hatte ich noch ein paar Minuten bewusste Zeit für mich, ich habe mir eines meiner Lieblingslieder aus dem Film „Ziemlich beste Freunde“ angemacht, saß auf den vorbereiteten Matten, vor den Unterlagen und Spielsachen und spürte in mich hinein. Da war es, dieses Gefühl was einen von innen komplett ausfüllt, umhüllt; wahre Erfüllung. Erfüllung mit Glück, Zufriedenheit, Ruhe, Ausgeglichenheit und Richtigkeit mit dem was ich da tue, welchen Weg ich gehe und welche Entscheidungen ich getroffen habe. Dieses Gefühl übermannte mich, es war unbeschreiblich schön, dieser Moment gehörte ganz mir.

Eltern.Liebe ist ein kein Babykurs wie die Anderen, das war mir von Anfang an bewusst. Es sollte nicht Hauptthema sein, wann welches Kind was kann, was es für Hilfe braucht damit es das tut. Ich bin der Überzeugung das jedes Kind seine Entwicklungsschritte dann macht, wann es für sie an der Zeit ist. Ich möchte für Mütter da sein, bewusste Zeit, kreative Zeit mit ihnen verbringen, Ansprechpartner, Ratschlaggeberin, Begleiterin und ein Stück weit Vertraute sein. All das was mir wichtig war, konnte ich in meinem ersten Kurs umsetzen. Meine Mamas und ihre Muckel waren bezaubernd, auch wenn mein erster Kurs erst zwei Mamas hatte. Sie haben mir zugehört, sich Gedanken zu ihren Themen gemacht, waren offen für all das was ich in dieser Zeit angeboten hab, offen für all die Themen und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir in eine Verbindung kamen. Es waren interessante Stunden, die wir gemeinsam verbracht haben. Diese Stunden haben wir intensiv genutzt, ob es ein kreativer Input war, ein paar Runden als sieben dicken Riesen oder über Themen wie das Tragen, Kinder-/Reiseapotheke oder auch die innere Haltung zu sprechen, all das hat meinen Kurs ausgemacht und wird es weiterhin.

Die Achtsamkeit spielt für mich in meinen Kursen und meinem Leben eine ganz wichtige Rolle. Was wären wir ohne Achtsamkeit? Die Frage ist doch auch, was wären wir Mütter ohne Achtsamkeit? Könnten wir ohne sie auf die Bedürfnisse unserer Kinder richtig eingehen und reagieren? Stehen wir nicht in der Verantwortung unseren Kindern, unserer Familie gegenüber, so achtsam wie möglich zu sein? Wir wollen keine Kinder die immer und überall funktionieren, wir wollen Kinder, die im Laufe ihrer Kindheit lernen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Natürlich wird das mit dem ein oder anderen Trotzanfall, Geschrei oder dergleichen einhergehen. Oder wollen wir lieber willenlose, hinterhertrabende Kinder? Nein, das möchten wir nicht! Sie sollen und dürfen ihre Gefühlswelt äußern ohne Wenn und Aber. Natürlich sind uns diese Gefühlsausbrüche der Kinder oft auch mal unangenehm das kenne ich selber nur zu gut. Aber warum sind sie uns das? Sollten sie uns es überhaupt sein? Sollten wir nicht lieber die Kinder in diesen Momenten in den Arm nehmen und sagen: „Ich verstehe deinen Schmerz das du jetzt keine Schokolade bekommst“ oder „Ich weiß wie du dich fühlst“. Sind wir nicht selber auch mal in solch einer Situation gewesen? Wir haben diese Situationen häufig vergessen, da wir als Erwachsener gelernt haben unsere Gefühle, Gedanken kontrollieren zu müssen. Kinder können dies noch nicht, was die Gesellschaft häufig vergisst. Für den einen ist es ein Schreianfall wert, wenn man sie kurzerhand mit dem Stuhl am Tisch verrückt, andere Kinder würden das nicht mal wahrnehmen. Das ist es doch was uns so individuell macht, was uns unseren eigenen Charakter ausbilden lässt. In diesen Momenten sollte man achtsam mit ihnen, unseren kleinen Engeln sein. Was nicht heißt, das achtsame Erziehung nicht mit Regeln und Strukturen verknüpft ist. Das ist aber ein eigenes Thema, auf das ich ein anderes Mal eingehen werden.

Wenn wir unseren Kindern ein Vorbild sind indem wir, wir als Mütter und auch Väter, achtsam mit uns und unseren Kindern umgehen, dann haben sie die richtigen Wurzeln ausgebreitet, die sie für ein bewusstes Leben brauchen.

Bedürfnisorientierte Erziehung ist aktueller denn je, aber was ist bedürfnisorientiert wirklich? Wir haben in dem Babykurs viel darüber gesprochen, was für jeden von uns bedürfnisorientiert bedeutet. Es bedeutet nicht, dass ausschließlich die Bedürfnisse meines Kindes gestillt sind und stillen ist hierbei sicherlich auch ein großer Bestandteil. Die Bedeutung liegt meiner Ansicht nach darin, die Bedürfnisse der Mutter genauso in den Vordergrund zu stellen, wie die des Kindes.  Was geschieht wenn die Mütter ihre Bedürfnisse komplett in den Hintergrund stellen? Können sie dann die Bedürfnisse des Muckels genauso wahrnehmen, als wenn sie auch intensiver auf ihre Bedürfnisse achten? Achten ist hierbei ein gutes Stichwort; achten entspricht der Achtsamkeit. Der Achtsamkeit nach sich selbst. Wenn sich Mütter selber vernachlässigen, indem sie ihre Bedürfnisse jederzeit hintenanstellen, erziehen sie meiner Meinung nach nicht bedürfnisorientiert.

Eltern. Liebe ist kein normaler, herkömmlicher Babykurs wie die meisten Kurse genannt werden. Er ist ein Miteinander, ein sich selber kennenlernen, sich hinterfragen, sich bewusst machen wie ich als Mama, als Eltern, sein möchte. Sich zu fragen welchen Blick ich auf die Dinge habe, welchen Blick ich auf mein Umfeld, auf die Gesellschaft habe. Diesen Blick wird euer Kind auch übernehmen, es lernt durch deinen Blick in welches Dahinter es schaut.

Eltern.Liebe befasst sich sehr stark mit den eigenen Bedürfnissen, mit Themen wie achtsames Miteinander, Verbundenheit, Mitgefühl, Freiheit, Zeit, Liebe, Mut, Naturverbundenheit und vielen wichtigen anderen Themen. Ich freue mich sehr auf meinen nächsten Kurs, auf euch. Meldet Euch wenn ihr Lust habt die Reise gemeinsam mit mir zu gehen. Die aktuellen Termine findet ihr hier auf der Homepage.

Eure Anne

2 Kommentare
  1. Hallo Anne! Es ist so schön zu lesen was du schreibst, weil es so viel Respekt und Achtung (deinen) Kindern und ihren Mamas gegenüber zeigt. Es spiegelt so viel Freude wider und die ist so wichtig im Umgang mit Kindern – und Menschen generell! Sich mit Freude und Achtsamkeit zu begegnen ist so viel wichtiger als das ewige Vergleichen und Nichtzufriedensein mit dem was ist – ob es um unsere Kinder geht oder um uns selbst!
    Ich kann auch deinen Stolz auf dich nachvollziehen: Das zu machen, wofür man brennt und was einem wichtig ist und das glückliche Gefühl, es gewagt zu haben! Zu merken, dass der Weg der richtige ist… genauso geht es mir auch gerade! Als Erzieherin habe ich immer mehr gemerkt, dass ich eine Alternative zum klassischen Erzieherberuf suchte (das Wort „Erzieher“ finde ich mehr und mehr seltsam). Um mehr Zeit mit Kindern zu haben und um die Bedürfnisse der Kinder sowie meine eigenen nicht zu vernachlässigen. In diese Richtung bin ich nun Unterwegs und weiß daher, wie es sich anfühlt, wenn man merkt: So ist es richtig und gut!
    Schade, dass ich keine kleinen Kinder mehr habe – ich wäre sofort bei deinem Kurs dabei!
    Hups…jetzt hab ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte….
    Liebe Grüße, Kathrin

    1. Liebe Kathrin,
      ich danke dir für deine tolle Nachricht. Freude und Achtsamkeit im Leben ist so wichtig.
      Herzliche Grüße
      Anne

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